Das perfekte Wochenende im Südtiroler Ahrntal


Ideal für Wanderer sind die Ahrntaler Sonnenwegen, die zwischen 1.000 und 1.450 Höhenmetern von Luttach bis nach St. Peter verlaufen. Diesen sonnigen Aussichten sollten Sie auch einmal „nachgehen“ von Sonnenuhr zu Sonnenuhr.

Auf der Südseite der Zillertaler Alpen liegt das Ahrntal mit sagenhaften 80 Dreitausendern rund um den Turnerkamp (3.418 m), über 60 bewirtschafteten Almen, steilen Bergflanken und daran wie Schwalbennester „klebenden“ Weilern.

Auf der Fahrt durch das Ahrntal fällt auf, dass sich die meisten Bauernhöfe auf der „Sonnenseite“ des Tales angesiedelt haben, also auf der Seite des Tales, die am Morgen nach dem Aufgang der Sonne im Osten beschienen wird, und deshalb klimatisch besonders begünstigt ist.

Für eine gemütliche Wanderung durch blühende Wiesen und schöne Mischwälder bieten sich die Verbindungswege zwischen den Bergbauernhöfen an. Früher gingen Wanderhändler, die „Kromer“, von Hof zu Hof und boten ihre Waren feil, der „Höfe-Verbindungsweg“ weiß auch von jungen Burschen zu erzählen, die früher in der Nacht mit Leitern zum Fensterln unterwegs waren, wobei es dann nicht selten zwischen ihnen zu Raufereien und Konkurrenzkämpfen um die Mädchen kam.

Früher wegen des Kupferbergbaues bedeutend, ist das Ahrntal, eines der schönsten Täler Südtirols, heute reich an Naturschätzen: Dem Naturpark Rieserferner-Ahrn mit dem hier zu Tage tretenden Tauernfenster; den vielen Quellen, Bächen, Seen welche dem Tal den Namen gaben („Ahr“ = vorrömisch „Awerina“ = fließendes Wasser).

Im hintersten Ahrntal herrschte dort im Mittelalter reger Verkehr. Auf dem Rücken von Pferden und auf den Schultern ausdauernder Männer gelangten über den Krimmler Tauernpass „hoch“ Begehrtes wie Etschländerwein und Schnaps nach Norden, Halleiner Salz und Saccharin nach Süden.

Ahrntaler Bauern, die Weiden jenseits der Berge besaßen, trieben im Frühsommer und Herbst ihr Vieh über den 2.634 Meter hohen Pass, über Hundskehljoch und Birnlücke. Heute stehen die alten Grenzwege von Prettau nach Österreich bei Alpinisten hoch in der Gunst.



Im Ahrntal verlaufen auf der „Sunnsat“ der Zillertaler Alpen insgesamt 30 Kilometer Sonnenwege, auf denen man in Höhenlagen zwischen 1.000 und 1.450 Höhenmetern das ganze Tal durchwandern kann. Oft begangen, und dennoch abseits ausgetretener Pfade, ist der hochalpine Ahrntaler Jakobsweg. Er führt von St. Jakob in acht Stunden über sieben Brücken und vorbei an mehreren Kirchen bis zur Jakobskirche in Weißenbach.


Ahrntaler Sonnenwege sind Sunnsat ab Luttach–St. Peter, 30 km, 490 hm, 7 Std., mittel; Wasserfallrunde ab Luttach, 2 km, 225 hm, 1–1,5 Std., mittel; Hexensteig ab St. Johann, 3 km, 260 hm, 1 Std., mittel, Almenrunde ab St. Peter–St. Johann/Mühlegg, 13 km, 960 hm, 9 Std., mittel, Leonardiweg ab St. Jakob, 4 km, 200 hm, 1,5 Std., leicht, Grenzwege Prettau, 5 Routen, 5–10 km, 720–1.130 hm, 3–5 Std., mittel, Hochalpiner Ahrntaler Jakobsweg über 7 Brücken ab St. Jakob–Weißenbach, 32 km, 334 hm, 6–6,5 Std., mittel, Gesundheitswege Weißenbach, 8 km, 110 hm, 4 Std., leicht, Klausberg Wanderarena.

Der „kleine Bruder“ ist ein Teil des großen Tiroler Jakobswegs. Deutlich anspruchsvoller ist die Almenrunde zwischen Mühlegg und St. Peter, welche auf knapp 2.000 Metern Höhe parallel zum Sunnsat-Weg verläuft und in einer Gesamtgehzeit von neun Stunden die schönsten Berghütten des Ahrntals auffädelt.

Der noch weiter oben gelegene Stabeler Höhenweg gehört zu den hochalpinen Höhenweg-Klassikern im Ahrntal. Er schlängelt sich auf über 2.500 Metern oberhalb der Vegetationsgrenze zwischen Schwarzensteinhütte zur Chemnitzerhütte.


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Die herabstürzenden Wassermassen der schmelzenden Gletscher haben im Laufe der Jahrtausende
tiefe Schluchten in den Fels gegraben. Daher ist ds Ahrntal reich an Wasser, einem Element das Kinder wie magisch anzieht. Selbst kleine Wanderfans packen bereits die Wasserfallrunde von Luttach, vorbei an hölzernen Skulpturen internationaler Künstler bis zum malerischen Schwarzbach-Wasserfall, der sich in einen Teich ergießt.




Die Highlights eines Wochenendes in Kürze

Schritt für Schritt auf der „Sunnsat“: Sie nehmen sich den ersten Abschnitt vor und peilen den Kleinstahlhof mit der Bio-Ziegenkäserei und die Rotbachalm an. Mit der Bergbahn geht es zur Wassererlebniswelt auf den Klausberg in Steinhaus mit Dinoland, Balance-Parcours und der längsten Alpenachterbahn mit 360° Drehung.

Am Hexensteig und unter Tag: Bei St. Johann liegt der Berggasthof Platterhof, von wo der Hexensteig zum Frankbachwasserfall führt. Kletterfelsen, eine Bärenhöhle und ein großer Hexenstuhl säumen den Weg bis zur Jausenstation Bizathütte, wo bei Ahrntaler Spezialitäten eingekehrt wird.

Im Kupferbergwerk von Prettau bringt Sie die Grubenbahn unter Tag, zu den Rundgängen des historischen Bergwerks und in den „atemfrischen“ Klimastollen.

Leonardiweg und Wasserfallrunde: Von St. Jakob startet der Leonardiweg auf die „Sunnsat“. Beim Wassertreten und bei Kneipp’schen Anwendungen heißt es „Freiheit für die Beine“. Zum Thema Wasser gibt es noch mehr: Die Gesundheitswege Weißenbach säumen verschiedene Kneipp-Becken und Kräutergärten und sind dem Allgäuer Naturheilkundler Sebastian Kneipp gewidmet. In Luttach gibt es eine eigene Wasserfallrunde, vorbei an hölzernen Skulpturen internationaler Künstler zum Schwarzbach-Wasserfall.

Geführte Wanderung auf den Ahrntaler Sonnenwegen gibt es bis Mitte Oktober jeden Dienstag um 10 Uhr: Wandern zu den Bergbauernhöfen hoch über dem Ahrntal, Dauer ca. 4 Stunden, Treffpunkt: Parkplatz Kirche St. Jakob, Gasthof Bühelwirt, Ahrntal – Preis: 29 Euro (Ki. 19 Euro).

Natürlich lassen Sie sich am Berg und im Tal mit Ahrntaler Köstlichkeiten und mit echter Ahrntaler Gastfreundschaft verwöhnen. Steigen Sie auch auf eine der zahlreichen Almen hinauf, welche in den vielen Seitentälern des Ahrntals liegen und auf Forstwegen bequem zu erreichen sind. Sie werden noch alle bewirtschaftet und bieten viele Einkehrmöglichkeiten, wobei Sie die einheimischen Almprodukte Milch, Käse, Butter, Buttermilch verkosten sollten.


Impressionen Südtiroler Ahrntal




Freuen Sie auf ein sonnseitiges Wochenende im Südtiroler Ahrntal. Und so könnte Ihr perfektes Wochenende aussehen:


Unterkunft

Hotel Alpenblick***, Familie Großgasteiger, I-39030 Luttach im Ahrntal, Telefon: +39/0474/671132, E-Mail info@hotelalpenblick.it, www.hotelalpenblick.it


Freitag - Willkommen im Südtiroler Ahrntal

Individuelle Anreise. Ein schönes Zimmer ist für Sie im Alpenblick reserviert.


18.30 Uhr

Gemütliches Abendessen mit typischen Ahrntaler Gerichten.




Samstag - Gemütlicher Einstieg in die Wanderreise

Individuelles Frühstück im Hotel. Wenn Sie auf Besuch im Ahrntal sind, darf eine Almwanderung natürlich nicht fehlen.


09.00 Uhr



Sie starten direkt vom Hotel Alpenblick zu einer halbstündigen Wanderung entlang der Ahrntaler Sonnenwege. Diese führt Sie durch schöne Wälder bis hin zum beeindruckenden Wasserschauspiel des Schwarzbach-Wasserfalls. Charakteristisch für einen Wasserfall sind das typische Donnern, die hohe Luftfeuchtigkeit aufgrund des Spritzwassers, das besondere Mikroklima in der Umgebung und die farbigen Lichtreflexionen bei Sonnenschein. Bewundern Sie das Schauspiel der tosenden Wasser, spüren Sie die kühlende Frische der Wassertröpfchen auf Ihrer Haut und atmen Sie die wohltuende Frische ein.



Anschließend beginnt ein etwas steilerer Anstieg über die Schwarzbachklamm bis zur Bio-Ziegenkäserei am Kleinstahlhof auf 1.225 m Höhe. 55 weiße deutsche Edelziegen genießen am Kleinstahlhof oberhalb von Luttach das „dolce vita“. Sie fressen nur die feinsten Gräser auf den hofeigenen Wiesen. Jungbauer Helmut Großgasteiger produziert einen hervorragenden Ziegenkäse „Heidi“ und „Peter“, für den er immer wieder internationale Preise einheimst und der natürlich „bio“ ist. Sie können eine Führung durch die moderne Hofkäserei anfragen.

Hofkäserei Kleinstahl, Brunnberg 68, 39030 St. Johann, Telefon +39 333 4860454, www.kleinstahl.com


12.00 Uhr

Danach geht es an der Sonnenseite der Zillertaler Alpen weiter bis zur Rotbachalm (1.423 m). Als Belohnung für die Anstrengung erwarten Sie ein zünftiges Mittagessen mit traditionellen Köstlichkeiten und ein herrlicher Ausblick über das gesamte Ahrntal.


Jausenstation Rotbachalm, Brunnberg, 39030 St. Johann, Telefon +39 348 9022048, www.rotbachalm.com


Nach einer Stärkung geht es über den Ahrntaler Sonnenweg wieder zurück zum Hotel.


Nachmittag

Sie nehmen den Bus nach Steinhaus und erobern den Klausberg. Mit der Bergbahn geht es hinauf bis auf 1.600 Meter – direkt in die Wanderarena. Nur wenige Minuten Gehzeit von der Bergstation wartet die Wassererlebniswelt für Kinder auf ein feucht-fröhliches Erlebnis für Familien, zum Mitmachen und Mitlachen.

Die längste Alpenachterbahn, eine Sommerrodelbahn mit 360° Drehung, ein Dinoland und ein Balance-Parcours stehen für eine Runde Spaß bereit.

Zu einem Cappuccino gehen Sie in die Kristallalm, eine Berghütte der Superlative in Südtirol an der Bergstation Klausberg. Stylisch sind die Aperitifs, exklusiv die Gourmeterlebnisse in den Stuben.

Kristallalm. Steinhaus, Telefon +39 0474 651 432, info@kristallalm.it, www.kristallalm.it



17.15 Uhr

Sie nehmen die letzte Talfahrt um 17.15 Uhr. Danach geht es mit dem Linienbus zurück zum Hotel.


19.00 Uhr

Gemütliches Abendessen im Hotel mit Südtiroler Spezialitäten.


Sonntag - Ahrntaler Sonnenweg "Hexensteig" und Bergwerk

Individuelles Frühstück im Hotel.




09.00 Uhr

Treffpunkt Hotellobby mit warmer Kleidung und guten Schuhen im Gepäck. Mit dem eigenen Auto geht es nach St. Johann und über eine kurvige, enge Straße hinauf auf 1.200 Meter zum Berggasthof Platterhof, der sich einen Namen für traditionelle Ahrntaler Kost gemacht hat: Schlutzkrapfen, Spinatknödel, Kartoffel-Teigtaschen und Pressknödel erfreuen den Gaumen.



Eine wahre Augenweide liegt direkt daneben mit der wunderschönen Kapelle aus der Zeit um 1800. Neben dem sehenswerten Deckengemälde, einer Darstellung der vier Kontinente, sind die vielen Heiligendarstellungen und ein Täfelchen, welches „Ein bewährtes Recept für die Höll“ anbietet, beachtenswert. Noch heute stehen viele sehenswert Kapellen bei alten Ahrntaler Bauernhöfen. In ihnen wurden, und werden noch heute, Andachten gefeiert und gebetet.

Berggasthof Platterhof, Blossenberg 28, 39030 St. Johann, Telefon +39 0474 671255, www.platterhof.info


Vom Platterhof wandern Sie über den "Hexensteig", dem Ahrntaler Familienweg mit 1 Stunde Dauer,  zum rauschenden Frankbachwasserfall. Weiter geht es vorbei an einem alten Mühlstein, der vom früheren bäuerlichen Leben erzählt. Noch vor fünfzig Jahren waren die Ahrntaler Bauern größtenteils Selbstversorger. Besonders wichtig war damals der Anbau von Brotgetreide. Im Ahrntal gedieh und reifte der Roggen am besten, seltener, an besonders geeigneten Stellen, wurde Weizen angebaut. Gerste und Hafer dienten vor allem als Viehfutter.

Das Getreide wurde im Hochsommer mit der Sense oder der Sichel geschnitten und im Herbst auf dem Stadel gedroschen. Zum Mahlen des Getreides wurden an den Seitenbächen Wassermühlen errichtet, die meist einigen Bauern gemeinsam gehörten. Im Herbst zur Backzeit wurde dort das Korn zu Mehl vermahlen. Heute ist der Getreideanbau im Ahrntal nicht mehr rentabel und deshalb fast vollständig verschwunden.

Die ganz Mutigen wagen den Gang in die Bärenhöhle, einen über 20 m langen unterirdischen Tunnel.

12.00 Uhr

Vorbei am großen Hexenstuhl und einer aus Holz geschnitzten Bärenfamilie gelangen Sie ans Ziel: die familienfreundliche Jausenstation Bizathütte (1.416 m).



Dort wartet der Hüttenwirt mit Ahrntaler Spezialitäten auf und spielt Ihnen vielleicht sogar ein Ständchen auf seiner Ziehharmonika. Eine echte Spezialität „seit grauer Vorzeit“ ist der Ahrntaler Graukäse. Entrahmte, gesäuerte Milch wird erwärmt und zum Reifen in Formen abgeschöpft. Er schmeckt würzig-säuerlich und wird mit zunehmender Reife schärfer. Der magere Graukäse wird auf fast allen Almhütten des Tals angeboten.

Jausenstation Bizat Hütte, Nr. 20 a, 39030 St. Johann, Telefon +39 349 3622039, www.bizathuette.com


14.00 Uhr

Nach der Stärkung geht es wieder zurück zum Parkplatz und weiter mit dem Auto in Richtung Talschluss nach Prettau zum Kupferbergwerk. Achten Sie auf warme Kleidung und gute Schuhe, im Bergwerk herrschen nur 7-8°C. Die Grubenbahn bringt Sie über einen Kilometer in die Welt unter Tag. Auf zwei Rundgängen im Berginneren wurde die schwere Arbeit der Knappen in früherer Zeit inszeniert.

Ein kurzer Einblick sollten Sie auch den Klimastollen gewähren. Dort findet man ideale lufthygienische Bedingungen, die zu einer Linderung von allergischen und anderen Atemwegsproblemen führen können.


Alternativ-Programm

Treffpunkt Hotellobby mit einem kleinen Handtuch im Gepäck. Die Gesundheitstrainerin Filomena führt Sie entlang des Leonardiweges in St. Jakob – einem weiteren Ahrntaler Sonnenweg mit Informationspunkten zu bäuerlichen Arbeiten. Beim Wassertreten und anderen Kneipp’schen Anwendungen am Weg tun Sie sich selbst viel Gutes. Dauer ca. 3 Stunden


17.00 Uhr

Rückkehr zum Hotel, Late-Checkout und Abreise. Auf Wiedersehen im Südtiroler Ahrntal!




So kommen Sie ins Südtiroler Ahrntal

Gemütlich im Auto: München – Rosenheim – Kufstein – Innsbruck – Brenner Landstraße Pustertaler Staatsstraße Richtung Bruneck – Tauferer Ahrntal.



Mit der Bahn: Brennerlinie (Innsbruck-Bozen) bis Franzensfeste – Lokalzüge im 30 min. Takt ins Pustertal bis Bruneck – Weiterreise mit Bus (Halbstunden-Takt direkt vom Zugbahnhof nach Luttach), Mit dem Flugzeug ab Flughafen Bozen (ca. 120 km), Innsbruck (ca. 140 km) oder München (ca. 300 km).

Wenn Sie per Bahn anreisen, gelangen Sie bequem direkt vom Zugbahnhof Bruneck mit dem Bus (Halbstunden-Takt) nach Luttach. Bei frühzeitiger Reiseplanung schickt Ihnen Ihr Hotel den Holiday Pass Premium zu, mit dem ab Franzensfeste das Bus- und Zugfahren mit diesem Pass kostenlos ist. Das Hotel Alpenblick ist nur knapp 150 Meter von der Bus - Haltestelle entfernt.


Weitere Info beim Tourismusverein Ahrntal, Ahrner Straße 22, 39030 Luttach/Ahrntal, Telefon: (+39) 0474 671136, Email info@ahrntal.it www.ahrntal.it